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2017 OUT OF CONTROL

 

Liebe Neugierige!

netzzeit hat im Verlauf seiner 31-jährigen Geschichte mehrere Schauspiele, komische-, satirische- und Kinder-Opern, Operae-Buffae, eine Beach-Opera, eine Tango-, Theater für junges Publikum, eine Multi-Media-, eine Blut- und eine Staats-Oper, aber auch einfach schlicht: Opern, eine Operette zum Einachteln, musikalische Erzählungen, ein musikalisches Panoptikum, ein operatives Musik- ein Hör-, ein Klang-, ein Tanz- und ein Stück Theater, mehrmals schlicht Musiktheater, eine szenische Kantate, eine szenische Ausstellung, mehrere Projekte eine Multimedia-Performance, eine visuelle Installation, eine Militärgroteske, eine Kasperliade, mehrere Räusche in 8-10 Abteilungen, einen Film mit Live-Neuvertonung und einen Bühnen-Essay beauftragt und/oder ur- oder erstaufgeführt.

Jetzt kommt ein „Ethnolectical“ dazu. Rein phonetisch klingt es nach einem Kandidaten für das Unwort des Jahres, obwohl „Faked Facts“ ja kaum zu schlagen ist. Und im Falle von „Ethnolectical“ ist inhaltlich und gesellschaftspolitisch das Gegenteil von Faked Facts der Fall: Als wissenschaftlicher Begriff ist „Ethnolect“ ein „hard fact“ und „Ethnolectical“ eine neue Form von Musiktheater, die netzzeit ausbrütet, weil sie teilweise im Ethnolect verfasst wurde.

 

Wikipedia liefert folgende Definition: Ethnolect is a variety of a language associated with a certain ethnic or cultural subgroup. An ethnolect may be a distinguishing mark of social identity, both within the group and for outsiders. The term combines the concepts of an ethnic group and dialect. The term was first used to describe the monolingual English of descendants of European immigrants in Buffalo, New York. The idea of an ethnolect relates to linguistic variation and to ethnic identity. According to Joshua Fishman, a sociologist of language, the processes of language standardization and nationalism in modern societies make links between language and ethnicity salient to users. Ethnicity can affect linguistic variation in ways that reflect a social dimension of language usage. The way in which ethnic groups interact with one another shapes their usage of language. Dialects may be defined by phonological, syntactic and lexical variation. Such linguistic difference may be important as social markers for a particular ethnic group.  (Quelle: Wikipedia)

 

Bei uns geht es um ein Deutsch das Bereicherungen und Inspirationen aus dem Türkischen erfahren hat. Mehr darüber etwas unterhalb, auch wann und wo wir es zur Welt bringen werden.

 

2017 OUT OF CONTROL wird das Festival einer neuerlichen Auseinandersetzung mit Wien und den dazu passenden Genres: Das politische Lied – auch in Form der Couplets, der Operette und des Pop-Musicals: Von Wilfried Scheutz bis Ibrahim Amir, von Clemens Wenger (5/8erl in Ehr’n) bis Esra Özmen (ESRAP), von Ludwig van Beethoven bis Sir Tralala reichen die Gefährten, die die Musik komponieren und Geschichten schreiben werden, oder das schon getan haben:

Voraussichtlich sind das:

– Politische, düstere Kassandra-Prophezeiungen (- oder, um ein Modewort zu gebrauchen: „Dystopien“).

– Hoffnungen auf Erhaltung der Menschlichkeit mit Hilfe eines Wiener Klassikers nach einem Goethe, der selber schon ein Klassiker ist.

– Eine Integrationsgeschichte mit einem Happy-End voll sprühendem Optimismus auf allen Ebenen: Von der Integrationswilligkeit der ÖsterreicherInnen und hier lebenden TürkInnen. Vom Ausbruch einer begeisterten Willkommenskultur der in Österreich lebenden Heterosexuellen jeglicher Provenienz und jeglicher ethnischen Herkunft gegenüber gleichgeschlechtlichen Liebespaaren bis hin zur freudigen gegenseitigen Umarmung unter allen wirtschaftlichen KonkurrentInnen Österreichs, egal woher sie kommen. Und die Umarmung reicht so weit, dass ein österreichischer Syrer ein Libretto für ein Ethnolectical schreibt, das in Ottakring spielt.

 

2017 wird ein Sommer der Versöhnungen in Wien, jedenfalls wenn es nach dem Festival OUT OF CONTROL geht: Der Versöhnungen, die wir direkt zu den WienerInnen mit und ohne Migrationshintergrund bringen werden. Denn wir laden nicht in die Theater ein, sondern wir gehen sie dort besuchen, wo sie zu Hause sind: Wir spielen in ihren Veranstaltungsräumen: Von Ottakring bis Favoriten, von Floridsdorf bis zur Leopoldstadt.